Gutes Wärmekonzept überzeugt
Biogasanlage Agrargesellschaft Heideland Beckwitz mbH
Die Aussichten auf den Agrarmärkten waren in den letzten Jahren alles andere als rosig. Für viele landwirtschaftliche Unternehmer ist deshalb die Energieerzeugung eine interessante Alternative zur klassischen Lebensmittelproduktion. Zumal sie die wertvollen Ausgangsstoffe wie Gülle und Mist gratis auf dem Hof haben. Das erkannte auch der Geschäftsführer der Agrargesellschaft Heideland Beckwitz, Rainer Wirth. In Pflückuff in der Nähe von Torgau (Leipzig) betreibt er einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 1.200 Hektar Ackerbau, einer Schweinemast und –zucht sowie der Milchviehhaltung. Da fällt natürlich jede Menge Mist an! Dieser wird seit Anfang des Jahres in einer Biogasanlage zu Strom und Wärme umgewandelt.Eine gute Entscheidung. Die Anlage weist seit ihrem Start eine überdurchschnittliche Auslastung auf, wie das Schaubild 1 zeigt. „Die Anlage ist auf keinen Fall ein Selbstläufer“, so Rainer Wirth, der auch Lohnunternehmer und Miteigentümer der Biogasanlage ist. Vor Ort kümmert sich Volker Richard täglich 3 - 4 Stunden um den Betrieb. Zusammen mit Dirk Peterson und Lutz Kratel steckt er viel Arbeit und Herzblut in die Prozessoptimierung.
Die Biogasanlage überzeugt auch mit einem guten Wärmekonzept. Die Fernwärmeleitung wird gerade erweitert, ein Schlachthaus und eine Eigentumswohnung werden mit angebunden, so dass die erzeugte Energie voll ausgenutzt werden kann.
Außerdem zeichnet sich die Anlage durch einen hervorragenden Abbau der eingesetzten Substrate aus. Die Qualität der Substrate wird stets beobachtet und trägt gemeinsam mit den förderlichen Eigenschaften des Rinderdungs zu der positiven Entwicklung der Bakterien in den Fermentern bei. Auch Umstellungen im Substrat, wie beispielsweise die Erhöhung des Anteils an Silomais seit Frühjahr 2007 oder die Umstellung von Getreide auf Feuchtmais, sind für die leistungsfähigen Mikroorganismen der Biogasanlage kein Problem.


