Die Schätze unseres Jahrhunderts
Agrarrohstoffe bleiben teuer
In den führenden Produktionsländern der nördlichen Hemisphäre zeichnet sich zur Herbstbestellung eine kräftige Ausweitung des Weizenanbaus ab. Der Internationale Getreiderat geht davon aus, dass nach Wegfall der verpflichtenden Flächenstilllegung in der Europäischen Gemeinschaft angesichts der erzielbaren Preise der Getreideanbau um ca. 3 Mio. ha ausgeweitet werden dürfte. Die Getreidemärkte sind weltweit ausgesprochen fest. Diese Tendenz wird durch eine mögliche Anhebung der Exportsteuer Russlands und erhebliche Unsicherheiten über die Australische Getreideernte gefestigt.Die bisherige Herbstwitterung hat gute Voraussetzungen für die Bestellung mit Wintersaaten (Wintergerste, Raps und Weizen) geboten. Die Konkurrenz um Flächen besteht demnach weiter. Eine beständige Nachfrage nach Qualitätsmalz bei knapper Versorgung gerade der großen Braukonzerne wird auch Auswirkungen auf den Sommergerstenanbau haben. Insoweit ist zumindest in der kommenden Vegetationsperiode kaum mit einer Entspannung auf der Rohstoff- bzw. Substratseite zu rechnen.




