Mehr wissen – mehr profitieren
Spannende Themen aus Politik und Technik auf der 18. Schmack-Betreiberschulung in Braunschweig
In welcher Höhe sichert der vorläufige, inoffizielle Referentenentwurf des EEG den KWK-Bonus? Welche Rolle spielen in Zukunft die Gasnetzzugangsverordnung und das Wärmegesetz? Inwieweit wurde den Empfehlungen der Branche zur Überarbeitung des NAWARO-Bonus gefolgt? Der Rahmen für die politischen Aussagen und Informationen von Ulrich Schmack, Vorstandssprecher der Schmack Biogas AG, konnte kaum zeitnäher sein. Er informierte die Teilnehmer der 18. Betreiberschulung über den inoffiziellen Referentenentwurf der EEG-Novellierung.
Mehr Informationen unter diesem Link:
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40149/
Plattform für persönliche Netzwerke
Als Betreiber von zwei Biogasanlagen in Magdeburg und Hameln mit je 500 kW – die dritte ist in Planung – verbindet Karl-Heinz Lessat klare Ziele mit seinem Besuch der 18. Betreiberschulung in Braunschweig: “Wichtig sind für mich vor allem die Aussagen von Ulrich Schmack, der einen kurzen Überblick über die anstehenden politischen Entwicklungen und aktuellen Gesetzgebungen gab.“ Natürlich trifft er auch auf seiner inzwischen vierten Betreiberschulung gute Bekannte zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. „Wichtig sind mir aber auch die Kontakte zu den Mitarbeitern der Schmack Biogas AG, insbesondere aus den Abteilungen Forschung & Entwicklung, dem Labor und der Technik. Eine einmalige Gelegenheit, persönliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen,“ so Lessat. Er ist überzeugt, den richtigen Anbieter für seine Biogasanlagen gefunden zu haben. “Entscheidende Gründe für eine Zusammenarbeit mit Schmack waren für mich nicht nur die persönlichen Empfehlungen und Referenzen, sondern eine gute Gebietsbetreuung und Inbetriebnahme meiner Anlagen.“ Er fühlt sich gut aufgehoben: “Die Atmosphäre stimmt!“.
Vielfalt statt Monokultur
Dass die Zukunft des Rohstoffmanagements, speziell der Inputabsicherung, vor allem in einem effizienten Zwischenfrüchtekonzept liegt, daran ließ Hans Koch, Leiter der Abteilung Rohstoffmanagements der Schmack Biogas AG, an diesem Tag keinen Zweifel. Sein Plädoyer für den Anbau für Zwischenfrüchte: „Wir sollten nicht immer nur über Mais reden, sondern anfangen uns mit alternativen Anbaukonzepten zu beschäftigen.“ Der Anbau von Zwischenfrüchten, ihre Vorteile für den Boden, den Nährstoffkreislauf und die Einbringung als Biogassubstrat standen im Mittelpunkt seiner Erläuterungen. Darüber hinaus gab Koch einen umfassenden Überblick über die Versuche mit Zwischenfrüchten in Schwandorf, die die maximale Gasausbeute zum Ziel haben. Auch Versuchsreihen mit Verdunstungen, die Rückschlüsse auf Auswirkungen des Wassergehalts mit und ohne Zwischenfrüchte erlauben, stehen in seinem Blickfeld. Technische Weiterentwicklungen z.B. in der gemeinsamen Ausbringung von Gärresten und Aussaat, senken Kosten und erleichtern die Arbeit. Seine Darstellungen der aktuellen Versuchsreihen in Schwandorf und seine Praxis-Tipps aus jahrelanger Erfahrung fanden großes Interesse bei den anwesenden Betreibern.
Beweislast erbracht
Hanna Emanuel, Referentin und Mitarbeiterin der Schmack Forschungsabteilung berichtete über die Möglichkeiten einer Vollversorgung durch Erneuerbare Energien. Als erster deutscher Biogasanbieter beteiligt sich Schmack Biogas an einem „Regenerativen Kombikraftwerk“ aus Wind, Solar und Biogas, das durch einen Anlagenmix Energie „on demand“ bereitstellen kann. Biogas fällt in diesem Projekt eine Schlüsselrolle zu. Im Gegensatz zu den beiden anderen Energieträgern Wind und Sonne ist Biogas komplett regelbar. Die hierfür notwendige Zwischenspeicherung der Energie kann auf drei Arten geschehen: schon als Rohstoff, mit einer anschließenden Beschickung der Anlage, so dass immer dann gefüttert wird, wenn Energie benötigt wird oder als Gas in einem Gasspeicher vor Ort oder nach der Aufreinigung und Einspeisung im deutschen Erdgasnetz. Hiermit ließen sich dann auch längerfristige Windschwankungen ausgleichen. (weitere Infos finden Sie unter www.kombikraftwerk.de)
Auf dem Weg zum „Premium-Service“
Der Ausbau des Servicegedankens ist der Grundstein für weiteres Wachstum. Wolfgang Rebischke, TÜV Rheinland Leben und Gesundheit GmbH, demonstrierte den Anwesenden einen Bereich in der Schmack Biogas AG, der neben der Projektierung und Errichtung von Anlagen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird: der technische Service. Schmack sei auf dem Weg, im Service einen eigenen Standard zu schaffen. Als einziges Unternehmen der Branche kann Schmack auf das im Juni verliehene Qualitätssiegel „Service Award“ des TÜV verweisen. Diese Auszeichnung beruhe, so der Zertifizierungs-Experte, vornehmlich auf den Ergebnissen einer Kundenbefragung.
Abgerundet wurde die Betreiberschulung durch zwei Praxisworkshops, die sich zum einen an bereits erfahrene Betreiber wandten, zum anderen die Bedürfnisse der Besucher herausarbeiteten, die erste Erfahrungen gemacht haben bzw. sich für neue Anlagen interessierten.
Die nächste Schulung findet im Frühjahr 2008 in Süddeutschland statt.